Vom ach so sozialen Wohnbaumodell in die Obdachlosigkeit, weil keiner zuständig sei {-n WILL} ?

von Liz Collet

Diesen Eindrucks kann man sich nicht erwehren, wenn man die Geschichte liest, zu der ein Münchner OB, dessen Partei sich seit Jahrzehnten gern des Bemühens und Kümmerns um Mieter in München berühmt, wenig Konstruktives beizutragen weiss.

Ausser erstens den Hinweis auf die Internetseite jener Wohnungsbaugenossenschaft, die ihren Verbleib gerade verweigert und zweitens den Hinweis, sich an das Sozialbürgerhaus bei drohender Wohnungslosigkeit zu wenden.

  • Letzteres ist angesichts des Mangels an Sozial- und anderen Wohnungen in München für selbst jahrelang auf den Listen stehende Wohnungssuchende der gut klingende, aber in Wahrheit ein sinnloser Rat. Wie diejenigen wissen, die von Obdachlosigkeit betroffen oder bedroht sind. Und sich nach Wohnungskündigungen an Sozialbürgerhäuser wenden. Und auch ein OB in München wissen kann und muss.
  • Der Hinweis des OB Reiter auf die Internetseite des Wohnungsbaugenossenschaft aber nutzt demjenigen nichts, der zwar nach der dortigen Satzung lesen kann, dass Wohnungen “in erster Linie” Mitgliedern derselben zustehen.

Dem es aber eben geht, wie jener Frau, die seit 2009 mit ihrem Mann in einer Wohnung der Baugenossenschaft München-West des Eisenbahnpersonals wohnte und wegen der nun erfolgenden Scheidung des Paares Mitte Juni ausziehen soll und (Satzung hin oder her) laut Genossenschaft keine Chance habe, Mitglied zu werden – also an eine günstige Wohnung zu kommen.

Dies obgleich die Frau wegen einer Krankheit seit Jahren arbeitsunfähig ist und Hartz IV bezieht und damit auf dem regulären Wohnungsmarkt sowenig Chancen hat, wie angesichts des Mangels an Sozialwohnungen und selbst bei drohender Obdachlosigkeit fehlenden Ersatzwohnraums in München dem entspräche, was man als bedürftig ansähe, eine Wohnung in einem sozialen und als sozial geltendem baugenossenschaftlichen Wohnraum verbleiben zu können ...

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