KARLA 1.1 – Vorgaben für einen kurzfristigen Kapazitätsmarkt Gas aus Europa

© Mar­tin Beckmann

Kaum ist die Tinte unter der Fest­le­gung GABi Gas 2.0 tro­cken (wir berich­te­ten), lei­tet die Beschluss­kam­mer 7 (BK7) der Bun­des­netz­agen­tur (BNetzA) bereits das nächste Fest­le­gungs­ver­fah­ren ein. Am 27. 2.2015 hat sie die Fest­le­gung „KARLA 1.1“ (BK7-15–001) ver­öf­fent­licht, die nun den nächs­ten der euro­päi­schen Netz­ko­di­zes umset­zen soll. Nach dem Bilan­zie­rungs­re­gime wird jetzt die Kapa­zi­täts­ver­gabe nach euro­päi­schen Vor­ga­ben umge­stal­tet. Wie die Bezeich­nung „1.1“ schon ver­mu­ten lässt, wer­den jedoch keine wesent­li­chen Ände­run­gen mit die­ser Fest­le­gung kom­men. Sie lässt aber offen, ob es dem­nächst noch eine „KARLA 2.0“ geben wird, also den gro­ßen Wurf, u.a. mit einer Stan­dar­di­sie­rung der Kapazitätsprodukte.

Ein­füh­rung unter­tä­gi­ger Kapazitätsprodukte

Da die Regeln des Netz­ko­dex für die Kapa­zi­täts­zu­wei­sung in Fern­lei­tungs­net­zen (kurz: Netz­ko­dex CAM) unmit­tel­bar zum 1.11.2015 ver­bind­lich anzu­wen­den sind, spart sich die BNetzA das Abschrei­ben. Sie will die bis­he­rige Fest­le­gung KARLA Gas (wir berich­te­ten) voll­stän­dig auf­he­ben und nur ein­zelne Details regeln. Inhalt­lich dürf­ten die Regeln dazu füh­ren, dass Kapa­zi­tä­ten zukünf­tig kurz­fris­ti­ger gehan­delt wer­den kön­nen. Das Reno­mi­nie­rungs­ver­bot für Day-ahead-Kapazitäten wird auf­ge­ho­ben, unter­tä­gige Kapa­zi­täts­pro­dukte wer­den ein­ge­führt. Diese müs­sen stünd­lich ver­auk­tio­niert wer­den. Schließ­lich müs­sen auch unter­brech­bare Kapa­zi­tä­ten zukünf­tig in einer Auk­tion ver­ge­ben werden ...

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