Ein harter Kampf

von C. Heinkel

Die Zwangsvollstreckung gleicht oft einem Kampf mit harten Bandagen. Beide Seiten versuchen, verständlicherweise, der anderen Seite möglichst keine Chance zu lassen. Die Schuldner, die es auf eine Zwangsvollstreckung ankommen lassen, können meist grob in drei Kategorien aufgeteilt werden:

  1. Kategorie: Schuldner die tatsächlich kein Geld und den Kopf bereits in den Sand gesteckt haben, da sie sich in einer ausweglosen Situation sehen.
  2. Kategorie: Schuldner die zwar das Geld um die Forderung zu begleichen, sich jedoch auf keinen Fall kampflos geschlagen geben wollen, auch mit dem Risiko, hinterher deutlich mehr bezahlen zu müssen.
  3. Kategorie: Schuldner die bewusst versuchen, dem Gläubiger zu schaden und alles unternehmen, nur um nicht bezahlen zu müssen, auch wenn sie teilweise eigentlich kein Geld haben und zu keiner Zeit die Absicht hatten, die Forderung jemals zu begleichen.

Zugegeben, Schuldner der 3. Kategorie gibt es zum Glück nicht so oft und in aller Regel lassen sich auch Schuldner nicht in starre Kategorien einordnen, aber hin und wieder hat man auch Schuldner die exakt einem Typus entsprechen.

Ein Schuldnerehepaar jedoch erfüllte die Kategorie 3 eigentlich in jeder Hinsicht.

Bereits außergerichtlich kamen wir immer wieder mit den Schuldnern in Kontakt, die auch auf den ersten Anschein bemüht schienen, die Forderung unseres Mandanten zu begleichen. Wie so oft bei Schuldnern von diesem Kaliber wurde auch an Entschuldigungen und Beteuerungen nicht gespart, im Ergebnis lief es jedoch immer darauf hinaus, dass die Zusagen eben doch nicht eingehalten wurden.

Es wurde zunächst eine Ratenzahlung vereinbart. Die Vereinbarung konnte dann jedoch zunächst nicht unterschrieben werden, da sie durch einen merkwürdigen Zufall irgendwo in der schuldnerischen Wohnung verschollen sei ...

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