AG Bochum verurteilt Versicherungsnehmerin der HUK-COBURG zur Zahlung restlicher, abgetretener Sachverständigenkosten, nachdem die HUK-COBURG die berechneten Sachverständigenkosten nicht vollständig reguliert hatte, mit Urteil vom 15.4.2015 – 70 C 41/15 -.

von Willi Wacker

Verehrte Leserinnen und Leser des Captain-Huk-Blogs,

es scheint eine unendliche Geschichte zu werden, nämlich die Schadensersazanspruchskürzungen der regulierungspflichtigen Kfz-Haftpflichtversicherungen nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Obwohl der Fahrer eines bei der HUK-COBURG versicherten Kraftfahrzeuges den Verkehrsunfall verschuldet hat, und damit eine einhundertprozentige Haftung bestand, hat die eintrittspflichtige HUK-COBURG nicht zu einhundert Prozent Schadensersatz geleistet, obwohl das ihre Pflicht gewesen wäre. Sie kürzte willkürlich die berechneten Sachverständigenkosten. Diese Kürzung war rechtswidrig, wie das Urteil des Amtsrichters der 70. Zivilabteilung des Amztsgerichts Bochum beweis, das wir nachfolgend veröffentlichen. Lest selbst und gebt Eure Kommentare ab.

Mi freundlichen Grüßen

Willi Wacker

70 C 41/15 verkündet am 15.4.2015

Amtsgericht Bochum

IM NAMEN DES VOLKES

Urteil

In dem Rechtsstreit

des Herrn D.I. aus B.

- Klägers -

g e g e n

Frau M.G. aus B. (Versicherungsnehmerin der HUK-COBURG)

- Beklagte -

hat das Amtsgericht Bochum gemäß § 495a ZPO im schriftlichen Verfahren drch den Richter am Amtsgericht K. am 15.4.2015 für R e c h t erkannt:

I. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 89,33 € zzgl. Zinsen in Höe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 17.9.2014 zu zahlen.

II. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger Auskunftskosten in Höhe von 5,10 € zzgl. Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 17.9.2014 zu zahlen.

III. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.

IV. Das Urteil ist vorläufuig vollstreckbar.

Die Darstellung des Tatbestandes entfällt gemäß § 313 a ZPO bei einem Stetwert bis 100,– €.

Entscheidungsgründe:

Die Klage ist begründe ...

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