Smart Metering, das Fernsehverhalten und der Datenschutz

von Clemens Grünwald

Smart Metering ist ein im Rahmen der Energiewende bislang vorwiegend unter Experten diskutiertes Thema, das künftig auch zahlreiche datenschutzrechtliche Fragen für die Stromkunden aufwerfen dürfte. In früheren Beiträgen (z.B. 1, 2, 3, 4, 5, 6) haben wir bereits über die neuesten technischen Entwicklungen und die Kosten-Nutzen-Analyse intelligenter Stromzähler berichtet, diesmal soll der Datenschutz im Vordergrund stehen.

Laut einer Pressemitteilung plant der Energiekonzern E.ON mittels einer Box, die an den Sicherungskasten des Kunden angeschlossen wird, den Stromverbrauch einzelner Haushaltsgeräte detailliert zu erfassen. Die Box soll laut E.ON Energie Deutschland in der Lage sein, Haushaltsgegenstände selbständig zu erkennen und den Verbrauchern ihren Stromverbrauch im Sinne der Energieeffizienz sichtbar zu machen. Dabei sollen sich einzelne Geräte anhand der verbrauchten Strommengen innerhalb eines bestimmten Zeitraums deutlich voneinander unterscheiden lassen. Die Verbrauchsdaten werden an eine App übermittelt, mittels derer beispielsweise beim nächsten Plausch mit dem Nachbarn der Stromverbrauch einzelner Geräte miteinander verglichen werden kann. Die Nutzer sollen nach Angaben von E.ON Energie Deutschland auf diese Weise einen besseren Einblick in ihren Energieverbrauch erhalten. E.ON kündigt an, die erhobenen Kundendaten zu verschlüsseln und auf externe Server in Deutschland zu übertragen.

Bislang ist noch offen, wann genau und zu welchem Preis die Box auf den Markt kommen soll. Die Rede ist von einer Markteinführung im Jahr 2015. Das geplante System soll künftig auf dem Zukunftsmarkt „Smart Home“ eine Rolle spielen, der nach einer Prognose von Deloitte & Touche bis 2017 auf ein Volumen von 4,1 Milliarden EUR in Europa anwachsen soll. Neben E.ON befassen sich auch RWE und EnBW sowie zahlreiche Start-Up-Unternehmen mit dem zukunftsträchtigen Thema ...

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