Verleger warnen: Urheberrecht darf nicht geschleift werden

von Johannes Flötotto

Die Zeitungsverleger stemmen sich gegen Eingriffe zu ihren Lasten bei der Reform des europäischen Urheberrechts. „Kulturgüter und geistige Leistungen dürfen nicht kostenlos sein“, sagte Valdo Lehari jr., Vizepräsident des Europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA), der Deutschen Presse-Agentur zum Tag des Urheberechts am 23. April.

Die Verlage wenden sich vor allem gegen Vorschläge der im EU-Parlament federführenden Abgeordnete Julia Reda von der Piratenpartei. Diese will die Verwendung von Fotos, Filmausschnitten und Texten erleichtern und die Regeln in der EU einheitlich gestalten. Reda hatte argumentiert, technisch überholte und von Land zu Land unterschiedliche Urheberrechtsregeln seien eine unverhältnismäßige Hürde für alltägliche Handlungen im Internet. Sie fordert deshalb einheitliche Schutzfristen und Urheberrechtsschranken in ganz Europa und neue Ausnahmen für die Online-Ausleihe und die automatisierte Auswertung von Text und Daten („text and data mining“).

Valdo Lehari jr.Lehari, zugleich Verleger des „Reutlinger General-Anzeigers“, kritisierte Redas Entwurf, weil dieser in „erschreckendem Maße“ die Bedeutung des Urheberrechts für den Erhalt der Medienlandschaft missachte ...

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