Keine Leistung bei Mauerwerks-Abplatzungen

Das Landgericht (LG) Flensburg hat mit Urteil vom 14. März 2014 entschieden (Az.: 4 O 124/12), dass kein Sturmschaden im Sinne der Bedingungen einer Gebäudeversicherung vorliegt, wenn Mauerwerk von einer Gebäudefassade abplatzt, weil im Rahmen von Sturm Wasser eingedrungen ist, das anschließend gefroren ist.

Ein Mann und späterer Kläger war bei der Beklagten wohngebäudeversichert. An der Gebäudefassade kam es zum Jahreswechsel 2010/2011 zu Abplatzungen am Verblendmauerwerk. Nach der Behauptung des Klägers sei der Schaden aufgrund von Stürmen eingetreten, die zum Jahreswechsel geherrscht hätten. Das in das Verblendmauerwerk eingedrungene Wasser habe aufgrund des Sturmes nicht abfließen bzw. austreten können. Frosttemperaturen hätten dann zu Frostschäden an der Mauerwerksverblendung geführt.

Der Kläger sah Sturm als die zeitlich letzte Ursache für den Schadenseintritt an und meldete den Schaden seinem Gebäudeversicherer, welcher diesen ablehnte. Der Versicherer berief sich darauf, dass es sich um einen nicht versicherten Frost-, nicht aber um einen Sturmschaden gehandelt habe.

Das LG Flensburg wies die Klage des Versicherten als unbegründet zurück.

Ein Versicherungsnehmer muss gegenüber seinem Gebäudeversicherer beweisen, dass ein Sturm die zeitlich letzte Ursache eines erlittenen Schadens gewesen ist ...

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