BNetzA legt einheitlichen Netznutzungsvertrag Strom fest – Was kommt auf Netzbetreiber zu?

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Nach­dem die Bun­des­netz­agen­tur (BNetzA) bereits Ende 2013 ein ent­spre­chen­des Fest­le­gungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet hatte, war es am 16.4.2015 end­lich soweit: der ein­heit­li­che Netz­nut­zungs­ver­trag Strom, der ab dem 1.1.2016 von allen Strom­netz­be­trei­bern (wort­gleich) zu ver­wen­den ist, wurde fest­ge­legt und ver­öf­fent­licht (Az. BK6-13–042). Die­ser Mus­ter­ver­trag wird zukünf­tig die „Spiel­re­geln“ des Netz­zu­gangs vor­ge­ben – für alle Netz­be­trei­ber gilt es jetzt, sich mit den Ver­trags­in­hal­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen und früh­zei­tig zu prü­fen, ob Anpas­sungs­be­darf bei den unter­neh­mens­in­ter­nen Pro­zes­sen besteht.

Warum ein Mustervertrag?

Anders als beim Netz­zu­gang Gas, der bereits über den im Rah­men der Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung (KoV 7) vor­ge­ge­be­nen Lie­fe­ran­ten­rah­men­ver­trag eine Stan­dar­di­sie­rung erfah­ren hat (wir berich­te­ten), gibt es für die Abwick­lung des Strom­netz­zu­gang der­zeit noch keine ver­bind­li­chen Ver­trags­mus­ter. Das führte in der Ver­gan­gen­heit dazu, dass Lie­fe­ran­ten beim Ver­trags­ab­schluss oft umfang­rei­che Vor­be­halte for­der­ten. Dabei trat auch häu­fig die Frage auf, ob der Ver­trag über­haupt abge­schlos­sen wurde. Um im Inter­esse des Wett­be­werbs bun­des­weit die Ver­trags­ge­stal­tung und die Abwick­lung des Netz­zu­gangs zu har­mo­ni­sie­ren, eröff­nete die BNetzA daher am 21.10.2013 von Amts wegen das Ver­fah­ren zur Fest­le­gung eines ein­heit­li­chen Netz­nut­zungs­ver­tra­ges Strom.

Wer ist betroffen?

Die Fest­le­gung rich­tet sich an alle Betrei­ber von Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gungs­net­zen aller Span­nungs­ebe­nen (inkl. Über­tra­gungs­netze). Das umfasst auch Betrei­ber von geschlos­se­nen Verteilernetzen ...

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