BND-Affäre: Ein Geheimdienst, der sich gegen den eigenen Staat richtet?

von Bernd von Heintschel-Heinegg

Gestern berichtete SPIEGEL ONLINE: Für die technische Aufklärung habe der US-Auslandsgeheimdienst NSA seit mehr als zehn Jahren sog. Selektoren, zumal IP-Adressen oder Handynummern, an den BND geliefert, die in die BND-Systeme zur Überwachung verschiedener Weltregionen eingespeist wurden. Den Amerikanern sei es darum gegangen, Informationen etwa über den Rüstungskonzern EADS, über das Unternehmen Eurocopter oder französische Behörden zu bekommen. Spätestens seit 2008 sei dem BND mehrfach aufgefallen, dass ca. 2.000 dieser Selektoren dem Aufgabenprofil des BND zuwiderlaufen, sich eindeutig gegen westeuropäische und deutsche Interessen richten und auch nicht dem gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus dienten. Erst als im Sommer 2013 die Ausmaße der Spionage der NSA auch in Deutschland bekannt wurden, habe der BND die Selektoren überprüft ...

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