Vorsteuerabzug | Wirkt die Berichtigung einer falschen Steuernummer zurück?

von Einspruch aktuell

| Eine Rechnungskorrektur wegen unzutreffender Steuernummer entfaltet keine Rückwirkung, selbst wenn die nach der Rechtsprechung des BFH erforderlichen Mindestangaben, nämlich Angaben zum Rechnungsaussteller, zum Leistungsempfänger, Leistungsbeschreibung, Entgelt ohne Steuer, den Steuerbetrag und gegebenenfalls einen Hinweis auf eine Steuerbefreiung enthalten waren (FG Berlin-Brandenburg 13.11.14, 5 K 5083/14, Rev. BFH V R 64/14). |

In einer Betriebsprüfung war aufgefallen, dass nicht die Steuernummer des Rechnungsausstellers auswiesen war, sondern lediglich die Zahl 500. Obwohl die korrigierten Rechnungen dem Prüfer noch vor Erstellung des Prüfungsberichts zugeleitet und damit vor Erlass der geänderten Umsatzsteuerbescheide vorlagen, berücksichtigte das FA die Vorsteuerbeträge für die Streitjahre nicht. Nach Meinung des FA Berlin-Brandenburg zu Recht, denn die Rechnungskorrektur entfaltet keine Rückwirkung (so auch FG Berlin-Brandenburg 9.10.14, 5 K 5092/14, Rev. BFH V R 54/14).

Das FG-Berlin-Brandenburg lehnt eine Rückwirkung ab

Es beruft sich in seiner Entscheidung auf den EuGH (29.4.04, C-152/02 -Terra Baubedarf). Der hatte entschieden, dass das Vorsteuerabzugsrecht für den Erklärungszeitraum auszuüben ist, in dem

die Lieferung der Gegenstände oder die Dienstleistung bewirkt wurde und eine nach den von den Mitgliedstaaten festgelegten Kriterien erstellte Rechnung vorliegt.

Auch eine spätere Entscheidung (EuGH 15.7 ...

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