„Blitzversand“ im Online-Handel – wann ist diese Werbung zulässig?

Viele Online-Händler bedienen sich zur Bewerbung ihrer Angebote bestimmter Schlagworte, welche nicht nur besondere qualitative oder preisliche Vorteile, sondern vor allem auch einen überdurchschnittlichen Service implizieren sollen. In Anlehnung an die besonderen Kaufabwicklungsdienstleistungen der Internetriesen amazon und Co. erfreut sich zurzeit die Angabe „Blitzversand“ großer Beliebtheit, birgt aber gleichzeitig ein hohes Abmahnrisiko. Der folgende Beitrag stellt dar, unter welchen Voraussetzungen mit einem „Blitzversand“ rechtssicher geworben werden kann.

I. Bedeutung und Verkehrsverständnis

Die werbende Hervorhebung eines Angebots mit dem Schlagwort „Blitzversand“, welches vielmals bereits in der Artikelbezeichnung als Blickfang prägnant präsentiert wird, ist auf den ersten Blick mehrdeutig und vermag so dem Verbraucher in zweierlei Hinsicht besondere positive Charakteristika zu signalisieren.

a) Blitzlieferung oder Blitzversand?

Zum einen nämlich könnte die Angabe als eine Gewährleistung dafür aufgefasst werden, dass der betreffende Artikel den Verbraucher blitzartig, also überdurchschnittlich schnell, erreicht. Zum anderen aber ist auch ein Verständnis dahingehend möglich, dass die Ware nur das Lager des Unternehmers eilends verlässt und mithin die Zustellung umgehend eingeleitet wird.

Im ersteren Fall ginge mit der Werbung zugleich eine Übernahme der Verantwortung dafür einher, dass die bestellte Ware in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang zur Bestellung beim Verbraucher ankommt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK