Besonderes elektronisches Anwaltspostfach (beA) - Interview mit Ilona Cosack

von Ralf Zosel

Zum 01.01.16 wird jedem Rechtsanwalt das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) zur Verfügung gestellt. Das Institut für Wissen in der Wirtschaft IWW gibt in einem Sonderheft “AK Anwalt und Kanzlei” Impulse, wie sich die neue Technik gewinnbringend einsetzen lässt.

Ich sprach mit der Autorin des Sonderheftes Ilona Cosack von der ABC AnwaltsBeratung Cosack in Mainz.

In 8 Monaten ist es so weit, dann hat jeder Anwalt sein “beA”. Wie sieht das eigentlich konkret aus? Worauf müssen sich die Kolleginnen und Kollegen einstellen?


Ilona Cosack

Das beA ist der tatsächliche Beginn des Elektronischen Rechtsverkehrs in den Kanzleien. Mit dem beA kann der Anwalt rechtssicher mit den Gerichten kommunizieren, das fristwahrende Fax zu nächtlicher Stunde gehört dann der Vergangenheit an. Am Anfang ist es eher eine Einbahnstraße - Anwälte haben ein beA und sind darüber erreichbar, die einzelnen Gerichte werden bis 2022 sukzessive die Erreichbarkeit gewährleisten. In der Übergangszeit besteht ein “Flickenteppich”, man muss prüfen, welches Gericht bereits empfangsbereit ist.

Der Titel der IWW-Publikation lautet “Fit für den elektronischen Rechtsverkehr: Vorteile für Ihre Kanzlei”. Du plädierst dafür, sich auf die neue Technik einzulassen und die zum Anlass zu nehmen, die Kanzleiorganisation insgesamt zu überprüfen.

In den letzten 30 Jahren hat sich die Technik in den Kanzleien gewaltig verändert. Der Computer hat Einzug gehalten. Die Arbeitsweisen, die ich gerade in vielen etablierten Kanzleien auch 2015 erlebe, erinnern mich an “Gürtel und Hosenträger”: trotz PC wird vieles doppelt auf Papier bearbeitet, seien es ausgedruckte E-Mails, Wiedervorlagen oder das klassische Kostenblatt, das unverzichtbar scheint ...

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