Berichte aus der Parallelwelt Teil 1 – Titelstandards dürfen nicht umgepflügt werden

von Katharina Reber

Berichte aus der Parallelwelt Teil 1 – Titelstandards dürfen nicht umgepflügt werden

Von Katharina Reber, 23. April 2015

Wer als kleiner Junge Müllmann, Feuerwehrmann oder Trecker Fahrer werden wollte, kann durch einlegen einer CD-Rom und ein paar Klicks vom heimischen Schreibtisch aus den „Müllabfuhrsimulator“, „Werksfeuerwehr-Simulator“ oder den „Farming Simulator“ einlegen und unerfüllte Berufswünsche virtuell nachspielen.

Praxisbezogenes Arbeiten ohne schmutzige Hemden. Ein Gamingtraum der seinesgleichen sucht. Und gefunden hat.

Berufung gescheitert

In einem Markenrechtsspruch des Oberlandesgerichts Köln beklagt die Betreiberin des „Farming Simulator 2013“, dass die Software mit dem Titel „Farm Simulator 2013“ – vertrieben von der Beklagten – ihr Markenrecht beeinträchtige. Der Klägerin wird ihr Recht zugesprochen.

Doch die Beklagte legt Berufung ein. Der Titel sei rein beschreibend und somit nicht schutzfähig. Es gäbe auch andere Spielesoftware Simulatoren mit gleicher Titelmatrix, wie Beispielsweise der aufgeführte „Werksfeuerwehr-Simulator“ einer anderen Softwarefirma.

Kunden wird Differenzierung zugetraut

Dem Verkehr der Computerspiele ist, durch die Fülle von teils Phantasienamen, teils rein beschreibenden Titeln, die Identifizierung einzelner Spiele auch durch weniger aussagekräftige Titel geläufig. Trotz dessen seien sich Aufmachung, Schriftzug und Wortlaut so ähnlich, dass der „Farm Simulator 2013“ nicht mehr unter seinem Namen vertrieben werden darf. Die zweite Instanz scheitert und die Berufung der Beklagten wird abgewiesen. Die Klägerin bekommt ihr Markennamenrecht am „Farming Simulator 2013“ ...

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