Versicherungsschutz auch bei Verstoß gegen Arbeitszeitregeln?

Wie lange ein Arbeitnehmer täglich arbeiten darf, ist unmißverständlich im Arbeitszeitgesetz geregelt. § 3 Satz 1 ArbZG bestimmt, dass die werktägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten darf. Wie so oft gilt: Kein Grundsatz ohne Ausnahme und gerade zu dieser Vorschrift gibt es eine ganze Reihe von Sondernormen, die Abweichungen und andere Regelungen erlauben (ein wichtiges Beispiel hier).

Die tägliche Höchstarbeitszeit ist – wer wüßte es nicht – leider schnell überschritten. Ganz unabhängig davon, ob das rechtmäßig war: Was passiert eigentlich mit meinem Schutz durch die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV), wenn mir etwas zustößt, während ich gegen Arbeitszeitregeln verstoße? Verliere ich den Schutz dadurch?

Ein Beispiel: Der engagierte Arbeitnehmer hat 15 Stunden fast ohne Pause durchgearbeitet. Auf der Fahrt nach Hause verursacht er einen Verkehrsunfall, bei dem er verletzt wird. Verliert er seinen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung?

Dass sich der Arbeitgeber möglicherweise strafbar gemacht hat, spielt hier keine Rolle. Wichtig für das allgemeine Verständnis ist, dass es sich beim Arbeitszeitgesetz um ein Schutzgesetz handelt. Es soll, wie schon der Begriff klar macht, den Arbeitnehmer schützen, ihm aber nicht durch seine Bestimmungen zum Nachteil gereichen. Das wäre jedoch der Fall, wenn ein Verstoß gegen die Vorschriften des ArbZG die Konsequenz hätte, dass Versicherungsschutz verloren geht.

Die Gesetzliche Unfallversicherung muss im Schadensfall nachweisen, ob es sich um eine betriebsbedingte oder eine berufsfreme Übermüdung gehandelt hat

Deshalb: Die Nichtbeachtung des Gesetzes führt nicht zum Wegfall des Schutzes ...

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