Nach Sturz einer Kundin im Supermarkt.

von Daniela Kühnlein

Mit Urteil vom 20.03.2015 – 17 C 113/14 – hat das Amtsgericht (AG) Schöneberg einer Kundin (im Folgenden Klägerin genannt), die in einem Supermarkt gestürzt war und sich dabei verletzt hatte, ein Schmerzensgeld von 1.000,00 EUR, weitere 128,33 EUR Schadensersatz für beschädigte Kleidung und Medikamente sowie vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten von 85,68 EUR nebst Zinsen zugesprochen.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall war die Klägerin beim Einkaufen im Ladengeschäft der Beklagten, im Bereich der Flaschenregale, als sie einen anderen Kunden auswich, auf einer dort auf dem Boden befindlichen Pfütze ausgerutscht sowie gestürzt und hatte sich dabei nicht unerheblich verletzt.

Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen ihrer durch den Sturz erlittenen Verletzungen hat das AG der Klägerin gemäß §§ 311 Abs. 2, 241 Abs. 2, 280 Abs. 1, 249 Abs. 2, 253 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) gegen den Betreiber des Supermarktes (im Folgenden Beklagter genannt) zuerkannt, weil

  • der Betreiber eines Geschäfts verpflichtet ist, seinen Kunden gegenüber, die sich zum Zwecke des Einkaufs in seine Geschäftsräume begeben, zumutbare Maßnahmen zur Gewährleistung ihrer Sicherheit zu ergreifen und
  • der Beklagte diese ihm obliegende Verkehrssicherungspflicht schuldhaft verletzt hatte ...
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