Anspruch auf Perücke bei Verlust des Kopfhaares?

von Matthias A. Jelenewski

Der typische männliche Verlust des Kopfhaares ist,

  • im Gegensatz zu einem darüber hinausgehenden Haarverlust, der unter anderem auch die Brauen, Wimpern und den Bartwuchs umfasst (Alopecia areata universalis) und insbesondere bei einem jungen Mann eine Krankheit darstellen kann,

weder eine Krankheit noch eine Behinderung

  • die einen Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln nach § 33 Absatz 1 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) begründet.

Darauf hat, wie die Pressestelle des Bundessozialgerichts (BSG) am 22.04.2015 – Nr. 8/15 – mitteilte, der 3. Senat des BSG – B 3 KR 3/14 R – hingewiesen.

Danach können Perücken zwar ein Hilfsmittel sein und sind insbesondere Vollperücken nicht als Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung ausgenommen.

Der alleinige Verlust des Kopfhaares bei einem Mann ist jedoch nicht als Krankheit zu werten, weil er

  • weder die Körperfunktionen beeinträchtigt
  • noch entstellend wirkt.

Die überwiegende Zahl

  • der Männer

verliert im Laufe des Lebens ganz oder teilweise ihr Kopfhaar.
Dadurch erregen Männer aber

  • weder besondere Aufmerksamkeit im Sinne von Angestarrt-Werden
  • noch werden sie stigmatisiert ...
Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK