Umwandlung unbefristeter Verträge in befristete - "Konzept 60+"

von Christian Rolfs

Die nachträgliche Befristung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses kann nach § 14 Abs. 1 TzBfG nur wirksam sein, wenn sie von einem sachlichen Grund getragen ist. Ein solcher kann in der Person des Arbeitnehmers liegen (§ 14 Abs. 1 Nr. 6 TzBfG), dazu zählt auch sein ausdrücklicher Wunsch nach einer Befristung. Ein solcher "Wunsch" liegt zwar noch nicht vor, wenn der Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeberangebot eines befristeten Arbeitsvertrages lediglich einverstanden ist. Allerdings kann zur Überzeugung des LAG Baden-Württemberg von einem Wunsch in diesem Sinne dann gesprochen werden, wenn der Arbeitnehmer nach einer langen Überlegungsfrist das Angebot seines Arbeitgebers an die leitenden Führungskräfte zur Umwandlung des unbefristeten Arbeitsvertrages in ein zum 60. Lebensjahr befristetes Arbeitsverhältnis zusammen mit attraktiven finanziellen Anreizen (Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung ab dem 60. Lebensjahr, Zahlung eines Einmalkapitals) annimmt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK