Sturz von der Bierbank: Bei einer Lehrerin ein Dienstunfall

von Prof. Dr. Arnd Diringer

Lehrer haben morgens Recht und mittags frei. Das ist allgemein bekannt. Für die Feststellung, dass es sich um einen Dienstunfall handeln kann, wenn eine Lehrerin von einer Bierbank fällt, musste dagegen erst die Justiz bemüht werden.

Gemäß § 45 Abs. 1 des Landesbeamtenversorgungsgesetzes Baden-Württemberg ist ein Dienstunfall „ein auf äußerer Einwirkung beruhendes, plötzliches, örtlich und zeitlich bestimmbares, einen Körperschaden verursachendes Ereignis, das in Ausübung oder infolge des Dienstes eingetreten ist.“

Ein solcher Dienstunfall liegt nach Meinung des Verwaltungsgerichts Stuttgart (VG Stuttgart, Urteil vom 31.01.2014 – 1 K 173/13) auch dann vor, wenn eine Lehrerin während einer Klassenfahrt auf einem Volksfest von einer Bierbank stürzt. Denn auch der Besuch eines Bierzelts kann zu den dienstlichen Aufgaben einer Lehrkraft gehören:

„Bei der Beurteilung, ob bestimmte Handlungen durch die Erfordernisse des Dienstes maßgebend geprägt sind, ist grundsätzlich der mit dem Lehramt verbundene pädagogische Gesamtauftrag zu berücksichtigen, der sich nicht in einer bloßen Wissensvermittlung und einer Beaufsichtigung erschöpft ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK