Niederlage für den Deutschen Fußballbund im Markenstreit mit Handelskette real

von Thomas Herro

Niederlage für den Deutschen Fußballbund im Markenstreit mit Handelskette real

Von Thomas Herro, 20. April 2015

Bereits bevor Jogis Jungs in einem hartumkämpften Finale den langersehnten Fußball-Weltmeistertitel in Brasilien einfahren konnten, begann für den größten nationalen Sportverband der Welt ein ganz anderer Kampf außerhalb des grünen Rasens. Seit Mai 2014 liefern sich der Deutsche Fußball Bund und die Handelskette real gegenseitig Scharmützel.

Einstweilige Verfügung des DFB und Löschungsantrag von real

Ausgangspunkt der markenrechtlichen Streitigkeit (wir berichteten) war eine einstweilige Verfügung des Landgerichts München I, welche der DFB gegen real erwirkt hatte. Darin wurde es real verboten, die extra zur Fußball WM ins Sortiment genommenen Fußmatten und Fanshirts mit den eigens designten „Bundesadler“ – Aufdrucken zu vertreiben:

(real-Logo auf Fußmatten)

(real-Logo auf T-Shirts)

Da die Jubelstürme inzwischen merklich abgeebbt sind und nur noch Hartgesottene die Trikots mit dem vierten Stern tragen dürften, sei an dieser Stelle nochmals an die eingetragenen Marken des DFB, wie sie auch auf den Trikots und anderen Merchandising-Artikeln zu sehen sind erinnert.

(DFB-Marke I)

(DFB-Marke II)

real hatte seinerzeit auf die Verfügung mit einem Löschungsantrag gegen die eingetragenen Marken des Widersachers reagiert und zudem Rechtsmittel gegen die Verfügung eingelegt. Nachdem das Landgericht München I die Verfügung mit Urteil noch bestätigt hatte, konnte real gegen den DFB in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München immerhin einen Teilerfolg erzielen. Denn mit Urteil vom 05.02.2015, 6 U 3249/14 hob der 6. Zivilsenat inzwischen das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts bezüglich des Verbots, die Fußmatten mit dem Adler zu vertreiben, auf ...

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