Rezension Zivilrecht: Beurkundungsgesetz

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension Zivilrecht: Beurkundungsgesetz

Grziwotz / Heinemann, BeurkG, 2. Auflage, Carl Heymanns 2015

Von RA, FA für Verkehrsrecht Sebastian Gutt, Helmstedt

Der Notar muss sich nicht nur im materiellen Recht hervorragend auskennen. Nein, auch das Beurkundungsgesetz, quasi die „ZPO“ bzw. das Verfahrensrechts des Notars, ist für ihn von ganz entscheidender Bedeutung, um wirksame und haftungsfreie Urkunden erstellen zu können. „Notarielle Tätigkeit erschöpft sich nicht in Formalakten“, zeigen dann auch die Autoren im Vorwort auf.

Aber auch für den Notaranwärter bzw. denjenigen, der unmittelbar vor den schriftlichen Prüfungen der notariellen Fachprüfung steht, kann nur empfohlen werden, hier nicht „auf Lücke“ zu lernen. In meinen schriftlichen Prüfungen wurde in nahezu jeder Klausur ein Teil des Beurkundungsrechts abgefragt (z.B. Übersetzung der Niederschrift, § 16 BeurkG). Es war daher richtig, auch das BeurkG zu lernen.

Vorbereitet habe ich mich – neben den einschlägigen Handbüchern – vor allem mit diesem Kommentar von Grziwotz/Heinemann. Beide Autoren sind in der notariellen Literatur äußerst bekannt und zeichnen sich durch zahlreiche Veröffentlichungen aus.

Nunmehr erscheint die 2. Auflage dieses Kommentars. Er vermittelt fundierte Kenntnisse in einem dem Rechtsanwalt (i.d.R. wohl) zunächst fremden Rechtsgebiet. Dabei beschränken sich die Kommentierungen nicht bloß auf die Darstellung von Literatur und Rechtsprechung und bieten zu einzelnen Streitfragen Lösungsmöglichkeiten. Den Kommentar zeichnet sich vielmehr dadurch aus, dass er auch Formulierungsbeispiele für die Praxis bietet, z.B. bei § 19 zur Vermerkpflicht der Eigentumsumschreibung nach Vorlage der Unbedenklichkeitsbescheinigung. Notare und Prüflinge werden diesen „Service“ zu schätzen und nutzen wissen ...

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