Wer war der Erfinder des „Serviervorschlags“?

von Tobias Vels

Blog der Anwaltskanzlei RBB & Partner GbR

Bei einem Gang durch den Lebensmittelmarkt – Biomärkte eingeschlossen – fällt dem Verbraucher auf, dass an nahezu jedem Produkt Abbildungen angebracht sind, die die Wirklichkeit scheinbar so stark verändern, dass der Zusatz „Serviervorschlag“ aufgenommen werden muss.

Tatsächlich gibt es keine Norm im deutschen Recht oder eine anwendbare europäische Verordnung, die die Verwendung des Zusatzes „Serviervorschlag“ vorgibt. Definiert wird der Serviervorschlag als ein „bildlicher oder sprachlicher Vorschlag zur Anrichtung oder Zubereitung eines Lebensmittels“, so zumindest die Definition auf Wikipedia.

Auch die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) sieht in ihrem § 8 lediglich vor, dass „die Menge einer bei der Herstellung eines zusammengesetzten Lebensmittels verwendeten Zutat oder einer verwendeten Klasse oder vergleichbaren Gruppe von Zutaten (Gattung von Zutaten) gemäß Absatz 4 anzugeben ist“. Dies gilt jedoch nur, sofern die Zutat oder Gattung auf dem Etikett „durch Worte, Bilder oder eine grafische Darstellung hervorgehoben ist“. Nachdem jedoch Ziel der Vorschrift ist, dem Verbraucher objektiv richtige Informationen über Mengenangaben zukommen zu lassen, findet die Regelung selbst dann keine Anwendung, sofern im Rahmen des Serviervorschlags das tatsächlich veräußerte Produkt hervorgehoben ist. Insofern kann der Zusatz „Serviervorschlag“ weder in positiver noch in negativer Hinsicht Auswirkungen auf die Pflicht zur Mengenangabe nach § 8 LMKV haben ...

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