StMGP: Huml besorgt über Sterbehilfe-Debatte – Gesundheitsministerin zum Start der “Woche für das Leben”: Bayern setzt auf Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung

17. April 2015

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat sich anlässlich der am 18. April beginnenden “Woche für das Leben” besorgt über die Sterbehilfe-Debatte in Deutschland geäußert. Huml forderte am Freitag:

“Alten und schwerstkranken Menschen darf nicht das Gefühl vermittelt werden, dass sie der Gesellschaft zur Last fallen. Vielmehr muss ihnen ein Leben in Würde und möglichst ohne Schmerzen bis zuletzt möglich sein. Deshalb setzt Bayern auf einen weiteren Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung.” Die Ministerin betonte: “Das Sterben sollte viel stärker als Teil des Lebens betrachtet werden – als ein Vorgang, der weder künstlich verlängert noch verkürzt werden soll. Es dürfen keine Möglichkeiten zur assistierten Selbsttötung und zur Tötung auf Verlangen eröffnet werden. Auch eine organisierte Sterbehilfe lehne ich strikt ab.”

Huml begrüßte zugleich den von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorgelegten Gesetzentwurf zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. Darin ist zum Beispiel eine Stärkung der vertragsärztlichen Versorgung und der Palliativpflege sowie der stationären und ambulanten Hospizversorgung vorgesehen.

Die Ministerin fügte hinzu: “Allerdings sehe ich bei verschiedenen Punkten noch Nachbesserungsbedarf. Das gilt insbesondere für die Höhe der Vergütung der stationären Hospize und der ambulanten Hospizdienste. Auch sollten weitergehende Regelungen zur Finanzierung der Sterbebegleitung in stationären Pflegeeinrichtungen geschaffen werden ...Zum vollständigen Artikel

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