Landtag: Vor Ort in der Bayernkaserne – Kinderkommission setzt sich mit Situation von jungen Flüchtlingen auseinander

16. April 2015

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen wollten sich die vier Mitglieder der Kinderkommission vor Ort ein eigenes Bild über die Situation der Kinder und Jugendlichen machen, die als Flüchtlinge in der Bayernkaserne Aufnahme gefunden haben. Die Vorsitzende Tanja Schorer-Dremel (CSU) sowie die weiteren Mitglieder der Kommission Doris Rauscher (SPD), Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER) sowie Gisela Sengl (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) ließen sich zunächst von Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und der Sozialreferentin der Landeshauptstadt München Brigitte Meier erläutern, vor welchen Herausforderungen die staatlichen und kommunalen Behörden angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen stehen.

Etwa 20 Prozent aller Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, reisen über München ein, erläuterte Hillenbrand. Zum Stichtag Ende März waren in der Bayernkaserne 675 Personen aufgenommen, davon gehörten 268 Personen zu Familien, die auch zusammen untergebracht werden. Daneben werden in der Bayernkaserne auch diejenigen Kinder und Jugendlichen betreut, die ohne Angehörige als sogenannte „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in Bayern angekommen sind. Deren Zahl ist dramatisch angestiegen: Kamen im Februar 2013 gerade einmal 23 Kinder ohne Angehörige nach München, waren es im Februar 2015 schon 206 Kinder.Für diese gilt das deutsche Kinder- und Jugendhilferecht, sie werden deshalb auf dem Gelände der Bayernkaserne nicht von den staatlichen Stellen sondern von der Landeshauptstadt München betreut. Deren Sozialreferentin Brigitte Meier warb für pragmatische Lösungen:

„Wer es als Jugendlicher allein von Syrien nach München geschafft hat, braucht nicht unbedingt die komplette Palette des deutschen Kinder- und Jugendhilferechts, er braucht aber vielleicht andere Hilfen, um seine Erlebnisse angemessen zu verarbeiten!“, so Meier ...Zum vollständigen Artikel

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