Kommentar: Fracking-Lobbyisten beeinflussen die EU Energiepolitik

von Dr. Peter Nagel

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Fracking von unkonventionellen Öl- und Gasvorkommen wurde bis jetzt in kommerziell und energiewirtschaftlich relevantem Umfang vor allem in den USA betrieben. Doch obwohl Fracking dort inzwischen unter starken finanziellen Druck gekommen ist, mit Folge von Massenentlassungen und sogar Insolvenzen, verfolgen immer noch europäische Energiepolitiker, u.a. aus Großbritannien und Polen aber auch Deutschland, eine pro-Fracking Rhetorik und Politik. Angesichts einer gerade in Europa stark rückläufigen Erdöl- und Erdgasförderung und einer steil zunehmenden Importabhängigkeit erscheint ihnen das Fracking als wesentlicher Ausweg. Umweltschäden und andere negative Aspekte werden dabei ausgeblendet.

Das im letzten Jahr von der Europäischen Kommission gegründete Beratungsnetzwerk, welches laufende Fracking-Projekte und die Sicherheit und Angemessenheit unterschiedlicher unkonventioneller Technologien zur Gas- und Erdölförderung in Europa bewerten soll, scheint sich der Förderung und dem Ausbau des umstrittenen Frackings in Europa als Kernziel angenommen zu haben.

Das Netzwerk sollte eigentlich aus Vertretern der Industrie, Forschung, Hochschulen und Zivilgesellschaft bestehen, um einen möglichst fairen und ausgewogenen Austausch an Informationen, Ideen und Meinungen zu gewährleisten ...

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