Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei Gebäuden

Anschaffungsnahe Herstellungskosten liegen bei einem Gebäude dann vor, wenn in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Anschaffung im Verhältnis zum Kaufpreis umfangreiche Instandhaltungen bzw. Reparaturen an dem Gebäude vorgenommen werden.

Anschaffungsnahe Herstellungskosten

Nach der Sonderregelung in § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG gehören auch Aufwendungen für Instandsetzung und Modernisierung zu den Herstellungskosten eines Gebäudes,

soweit diese innerhalb von 3 Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden und die Aufwendungen ohne Umsatzsteuer 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen

(= anschaffungsnahe Herstellungskosten). Jährlich üblicherweise anfallende Aufwendungen für Erweiterungen und Erhaltungsarbeiten zählen jedoch nicht zu den anschaffungsnahen Herstellungskosten. Hierbei handelt es sich insbesondere um solche Schönheitsreparaturen zur Mängelbeseitigung, die durch vertragsgemäßen Gebrauch entstanden sind (z.B. Tapezieren und Malerarbeiten im Innenbereich (BFH-Urteil vom 25. August 2009 IX R 20/08, BStBl II 2010, 125) ...

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