StMGP: Huml will Verhaltensstörungen bei Kindern vorbeugen – Bayerns Gesundheitsministerin: Wir müssen Kinder und Jugendliche stark machen

16. April 2015

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen verstärkt vorbeugen. Huml betonte am Donnerstag anlässlich einer Fachtagung in Regensburg:

“Wir müssen Kinder und Jugendliche stark machen. Sie sollen persönliche Schutzfaktoren und Kraftquellen entwickeln, um mit psychischen Belastungssituationen umgehen zu können.” Die Ministerin fügte hinzu: “Es ist besorgniserregend, dass zum Beispiel Depressionen bei jungen Menschen zugenommen haben. Die Prävention von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen steht deshalb mit im Vordergrund unseres diesjährigen Jahresschwerpunkts zur Kindergesundheit. Klar ist auch: Den Betroffenen muss so früh wie möglich geholfen werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Eltern in solchen Fällen rasch handeln und einen Arzt einschalten.”

Die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KIGGS) des Robert-Koch Instituts haben gezeigt, dass bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 3 bis 17Jahren psychische Probleme in ähnlicher Häufigkeit auftreten wie bei Erwachsenen. Mit einer Reihe von Modellprojekten will das Bayerische Gesundheitsministerium die Widerstandsfähigkeit junger Leute gegen biologische, psychologische und psychosoziale Entwicklungsrisiken stärken.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt “Paul ganz unten” der Ludwig-Maximilians-Universität München, in dem Informationsmaterialien für Jugendliche speziell zum Thema Depression erarbeitet wurden. Überprüft werden soll außerdem, ob es geeignete Screening-Instrumente gibt, um den behandelnden Kinderärzten die Diagnostik zu erleichtern. Diese Initiative wurde mit rund 238.000 Euro unterstützt.

Zudem fördert das Ministerium das Projekt “Primärprävention von Depression bei Kindern und Jugendlichen mit einem an Depression erkrankten Elternteil (PRODO)” der LMU von 2014 bis 2016 mit über 180.000 Euro ...

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