WEG: Welche Schallschutz-DIN gilt bei Änderung des Bodenbelags?

von Mathias Münch

WEG: Welche Schallschutz-DIN gilt bei Änderung des Bodenbelags?

Kurzmeldung

BGH, Urt. v. 27.2.2015 – V ZR 73/14

Im Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander ist der Schallschutz laut DIN 4109 aus der Zeit der Errichtung des Gebäudes einzuhalten. Das gilt auch, wenn vorhandener Teppichboden durch Parkett ausgetauscht wird, entschied der Bundesgerichtshof. Der Wohnungseigentümer dürfe sein Sondereigentum gemäß § 14 Nr. 1 WEG nur so gebrauchen, dass anderen Eigentümern kein über das unvermeidliche Maß hinausgehender Nachteil entstehe. Ändert ein Eigentümer seinen Bodenbelag, ohne in das Gemeinschaftseigentum einzugreifen, müsse er den Trittschallschutz einhalten, und zwar nicht nach der aktuellen DIN 4109, sondern nach den bei Errichtung der Wohnung geltenden Rechtsvorschriften. Früher war der BGH der Ansicht (BG v. 1.6.2012 – V ZR 195/12), dass sich höhere Anforderungen an den Schallschutz aus dem „besonderen Gepräge“ der Wohnanlage ergeben könnten. Tatsächlich war die Wohnungseigentumsanlage vorliegend dadurch geprägt, dass Wohnungen mit Teppichboden ausgestattet sind ...

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