Rezension: Thilo Bode – Die Freihandelslüge incl. Leseprobe

von Jessica Große Wortmann

Thilo Bode, Gründer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, ist so etwas wie der politische Anwalt der Verbraucher und der Umwelt. Nun hat er ein Buch über eines der heiß diskutiertesten Themen derzeit geschrieben: Über das Transatlantic Trade and Investment Partnership, kurz TTIP. Schon der Titel verrät was den Leser erwartet:

Die Freihandelslüge – Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet

Wer nun denkt es sei ein reines “Anti”-Buch, den muss ich enttäuschen. Bode belegt auf 228 Seiten die Notwendigkeit dieses Buches und liefert dazu auf 36 Seiten einen Anhang mit Dokumenten, Literaturnachweisen und einer Chronologie warum TTIP in der beabsichtigten Form nicht so gut ist wie dem Bürger suggeriert wird.

Den interessierten Leser erwarten 2 Teile:

Im ersten Teil des Buches erklärt Bode zunächst worum es sich bei TTIP eigentlich handelt und was die Konsequenzen einer Umsetzung dieses Abkommens sind. Ich muss gestehen, obwohl ich politisch interessiert bin und die Tageszeitungen regelmäßig lese, waren mir 70% der Fakten über TTIP unbekannt. Das mag zum einen daran liegen, dass ohnehin nur wenige Informationen den Weg in die Öffentlichkeit finden und zum anderen an der teilweise auch schlichtweg falschen Darstellung dieses Abkommens. Allein daran wurde mir die Notwendigkeit dieses Buches bewusst.

Bode verzichtet dabei auf eine gänzliche Ablehnung von TTIP. Er legt aber dar, warum es in dieser Form massiver Verbesserungen bedarf. Das fängt schon bei der Tatsache an, dass das “Freihandelsabkommen” hinter verschlossenen Türen verhandelt wird. Der Bürger – also derjenige den es betreffen wird – bekommt von den Verhandlungen so gut wie nichts mit. Das an sich wäre tragbar, wenn wenigstens die vom Bürger gewählten Vertreter Informationen über die Verhandlungen erhalten würden ...

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