Kooperation zwischen IBM und Apple bzgl. Gesundheitsdaten von Apple Nutzern

von Dr. Christian Borchers

Die „Personal Trainer“ im Smartphone oder der Smart Watch namens Fitness App, Schrittzähler & Co. erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Selbstoptimierung beim Training und das Dokumentieren des eigenen Fortschritts scheinen viele Menschen zu motivieren, den inneren Schweinehund beim Training zu überwinden. Das ist ja grundsätzlich eine feine Sache. Im prädigitalem Zeitalter habe ich meine Trainingseinheiten noch in langen Listen manuell (unglaublich, oder?), also tatsächlich mit einem Stift in eine Trainingskladde eingetragen. Gut zugegeben, die konnte man nur schwer „teilen“. Zumindest habe ich das damals „geliked“ (schreibt man das so?).

Ich nutze ja keine Fitness Apps – oder?

Ironie aus. Grundsätzlich soll ja jeder selbst entscheiden können, ob er sich digitale Schrittduelle mit Bürokollegen liefern möchte, oder seine Laufrunden auf Facebook mitteilen will. Da liegt aber der Hund begraben. Erstens, können Sie als Nutzer von Smartphones zum Teil gar nicht entscheiden, ob Ihr Gerät oder die von Ihnen genutzte App bspw. Gesundheitsdaten von Ihnen aufzeichnet. So verfügt etwa die aktuelle IOS Software über eine App namens „Health“, die man lange Zeit gar nicht deaktivieren, noch löschen konnte (dies ist erst seit IOS 8 möglich). Die App ist in der Grundeinstellung Ihre Apple Geräts aktiviert und speichert munter die tägliche Schrittzahl, die dabei zurückgelegte Strecke und legt hierzu eine Jahresstatistik an. Selbst wenn man also die weiteren Funktionen nicht nutzt, kann aus den Daten zumindest die Trägheit oder Dynamik seines Nutzers abgelesen werden. Zweitens haben Sie in Zukunft (und vielleicht schon jetzt) keine Entscheidungsbefugnis darüber, wer auf diese Daten zugreifen kann, bzw. an wen Ihr Netzbetreiber oder Handyanbieter diese Daten übermittelt ...

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  • Healthkit: IBM will Gesundheitsdaten von Apple-Nutzern auswerten

    spiegel.de - 18 Leser, 151 Tweets - Puls, verbrauchte Kalorien, Cholesterinspiegel: Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM will von Apple-Geräten aufgezeichnete Gesundheitsdaten auswerten. Ärzte und Versicherungsunternehmen sollen darauf zugreifen können.

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