Der anwaltliche Beißreflex

… oder wie man sich sein eigens Grab schaufeln kann bzw. hätte schaufeln können.

Viele Anwälte leiden an einer Berufskrankheit: Sie sind dagegen.

Jemand äußert eine Rechtsauffassung? Zur eigenen Meinung befragt folgt fast immer das berühmte “Es kommt darauf an…” (in der einen oder anderen Variante). Das kann zwar auch tatsächliche Meinung sein oder sogar Wissen, oft genug ist es aber bloße Widerspruchsfreude.

Oder direkt im Beruf: Jemand will ein Tun, Dulden oder Unterlassen vom eigenen Mandanten?

Da ist man erst mal dagegen.

Gute Anwälte finden für dieses Dagegensein auch Gründe, in den Tatsachen oder auch im Gesetz.

Noch bessere Anwälte – das am Rande – sehen auch die (ggf. nur teilweise) berechtigten Forderungen der Gegenseite und können die jeweils ausgeteilten Karten zutreffend beurteilen. Dann sucht man den für den Mandanten günstigsten Weg.

Diese Haltung ist ja – im Vergleich zu Richtern – auch eine vordergründig bequeme und auch sinnvolle Grundeinstellung. Der Anwalt muss z.B ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK