Rezension: Peripheral Vision II

von Christian Wickert

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

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Titel: Peripheral Vision: Politics, Technology and Surveillance Autor: Catarina Frois Jahr: 2013 Reihe: EASA Series, Volume 22 Verlag: Berghahn ISBN: 978-1-78238-023-8

Diese Rezension wurde verfasst von Sarah Schirmer, Hamburg.

Catarina Frois’ Werk „Peripheral Vision: Politics, Technology and Surveillance“ wurde in Kooperation mit der European Association of Social Anthropologists (EASA) 2013 veröffentlicht. Das Buch gliedert sich in sieben Teile: eine Einleitung, fünf Kapitel und eine Zusammenfassung, mit jeweils mehreren Unterpunkten. Ziel ihrer Untersuchung ist es zu verstehen, wie Politik gemacht wird und zwar anhand der Implementierung von Überwachungskameras an öffentlichen Orten in Portugal. Schnell stellt die Autorin fest, die Einführung der Videoüberwachung „is principally a pretext for political dispute or institutional performance, rather than an area for effective and purposeful action“ (S. 15).

In ihrer Studie zeigt sie, wie wichtig es ist, historische Ereignisse bei aktuellen Veränderungen zu berücksichtigen – in diesem Fall das 40 Jahre andauernde diktatorische Regime unter António Oliveira Salazar und die Implementierung von Sicherheitskameras. So beschreibt sie, dass der Begriff der öffentlichen Überwachung beziehungsweise der Überwachung generell in Portugal wegen der jüngeren Geschichte durchaus negativ geprägt ist. Warum also überhaupt die Möglichkeit gegeben war trotzdem eine Überwachung durch Sicherheitskameras zu implementieren, findet Frois in der Geschichte wieder. Sie nimmt an, dass die portugiesische Bevölkerung sich für rückschrittlich hält und es eine regelrechte Fixierung darauf gibt, mit dem restlichen (modernen) Europa mithalten zu wollen ...

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