Neue Diskussion um Schmerzensgeld für Angehörige von Unfallopfern

Bislang ist es in Deutschland so, dass Menschen, die einen nahen Angehörigen verlieren, nur dann Anspruch auf Schmerzensgeld haben, wenn die durch den Verlust bedingte seelische Erschütterung wiederum selbst zu einer Erkrankung führt.

Das könnte sich bald ändern, denn laut dpa stellte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, in der “Rheinischen Post” eine Beschleunigung der laufenden Gespräche in Aussicht. Schon vor der parlamentarischen Sommerpause sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Rechtsanwältin Sandra Deller,

Die Ansprüche naher Angehöriger von Unfallopfern waren bereits im Jahr 2012 Thema beim 50. Deutschen Verkehrsgerichtstag. Damals gab der Arbeitskreis I die Empfehlung, der Gesetzgeber solle in Fällen fremdverursachter Tötung eines nahen Angehörigen einen Entschädigungsanspruch für Ehe- und Lebenspartner sowie für Eltern und Kinder schaffen. Nach Auffassung des Arbeitskreises werden die nach der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze, die nahen Angehörigen nur in ganz besonderen Fällen einen sogenannten Schockschaden zubilligen, deren seelischem Leid nicht gerecht.
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