Das Benotungssystem der Juristen

„Vier gewinnt!“ Diese Regel lernt nahezu jeder Jurastudent schon zu Beginn seines Studiums. „Vier gewinnt!“ bedeutet nichts anderes als gerade so bestanden – mit 4 von 18 möglichen Punkten wohlgemerkt. Das juristische Notensystem steht einsam da im akademischen Raum und dies ist vielleicht auch gut so.

Grundsätzlich wirkt eine Benotung von 0 bis 18 Punkten schon befremdlich, da ein so breites Spektrum nicht nur äußerst ungewöhnlich ist, sondern auch zumindest zwei grundlegende Fragen aufwirft. Nämlich, warum besteht man schon mit 4 von möglichen 18 Punkten, also nicht einmal einem Viertel der Gesamtpunktzahl? Des Weiteren stellt sich die Frage, wie bei einer solch genauen Benotung und der Menge an Klausuren in einem Massenstudium wie Jura, eine faire und objektiv richtige Benotung stattfinden kann. Zur Beantwortung dieser beiden Fragen bedarf es zunächst einer Aufschlüsselung der Punkteskala!

Beginnen wir von unten:

0 Punkte führen natürlich zum Nicht-Bestehen der Prüfung und gelten wie in der Schule als „ungenügend“.

1 - 3 Punkte lassen den Kandidaten ebenfalls nicht bestehen, klingen mit „mangelhaft“ aber schon besser und in einigen Prüfungsordnungen stellen sie einen sogenannten „tauglichen Versuch“ dar, der manchmal in den großen Übungen zuzüglich zu einer bestandenen Klausur verlangt wird.

4 - 6 Punkte lassen den Kandidaten bereits bestehen und heißen schlicht „ausreichend“.

7 - 9 Punkte entsprechen in Jura einem „befriedigend“.

10 - 12 Punkte sind „vollbefriedigend“ oder auch „VB“ im Juristendeutsch.

13 - 15 Punkte und 16 - 18 Punkte entsprechen den Noten „gut“ und „sehr gut“ ...

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