Buch-Warnung: Jaron Lanier, Wem gehört die Zukunft?

von RAin Lachenmann

Warnung! Das Buch „Wem gehört die Zukunft?“ von Jaron Lanier erscheint mir als eines der schlechtesten Bücher, die je erschienen sind – lesen Sie es besser nicht! Das ist schade, da die von Jaron Lanier behandelten Problematiken zweifelsohne ein hoch aktuelles und relevantes gesellschaftspolitisches Thema sind. Aber wie diese im Buch beschrieben werden und wie das Buch geschrieben ist, ist die nähere Befassung damit nicht der Rede wert. Denn Jaron Lanier beschreibt die Gefahren der Digitalisierung auf dem sprachlichen und geistigen Niveau eines 6-jährigen.

Wie aktuell die in „Wem gehört die Zukunft?“ beschriebene Materie ist zeigt sich schon im Vorwort, in dem die Anschläge von Boston und die Enthüllungen über die NSA beschrieben werden. Inzwischen werden parallele Diskussionen nach den schlimmen Anschlägen von Paris geführt und es sind weitere Machenschaften des NSA (z.B. der Hack von SIM-Karten Anbietern) bekannt geworden. Große Konzerne bündeln ihre Macht und werden anhand gigantischer Datenmengen und deren Möglichkeiten zur Auswertung („Big Data“) immer mächtiger. Die zeitliche und gesellschaftliche Aktualität des Buchs steht natürlich außer Frage.

Jaron Lanier schreibt oft Sätze wie „Ich behaupte nicht, ein Wirtschaftswissenschaftler zu sein“ (S. 60). Leider folgt direkt gleich ein gedachtes „aber“ und Lanier schreibt dann über wissenschaftliche Zusammenhänge und bemüht sich, dennoch ein Wirtschaftswissenschaftler zu sein. Sein Wissen, was Lanier alles nicht ist, hält ihn nicht davon ab, dennoch so zu tun als ob er es wäre und sich mit allen möglichen Themen zu beschäftigen, von denen er kaum etwas versteht.

Vor allem eines ist Jaron Lanier nicht: Schriftsteller ...

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