Blogroll vom 13.04.2015

I. Asylpolitik

Vorzeigeprojekt in Wien: Hoffnungszimmer für Flüchtlinge (Taz.de v. 06.04.15)

Die meisten Flüchtlinge müssen sich mit Spenden und Geld von Bekannten über Wasser halten. Und sie haben mit Vorurteilen zu kämpfen. Oft werden sie als Last für den Steuerzahler wahrgenommen, dabei wollen die meisten von ihnen arbeiten. So auch Dinis: „Ich wollte nie das Geld vom Staat oder den Steuerzahlern bekommen. Das macht keinen Sinn. Ich wollte immer mein eigenes Geld verdienen.“

Hilfe für Flüchtlinge – Geld für sozialen Frieden (Deutschlandradio v. 10.04.15)

Solche überzogenen Szenarien sind aber gar nicht nötig, um die Not der Kommunen zu begründen. Denn was Städte, Kreise und Gemeinden derzeit erstattet bekommen, das sind fast nur die Kosten für die Unterkunft der Flüchtlinge. Integration braucht aber viel mehr als das. Sprachkurse, Beratung, Begegnungsmöglichkeiten, individuelle Förderung – all das wird derzeit vielfach von den Gemeinden selbst getragen oder von freiwilligen Initiativen. Und all das ist Voraussetzung dafür, dass die Flüchtlinge in der Gemeinde ankommen, dass allzu große Spannungen ausbleiben.

Flüchtlingsheim in Leipzig: “In Syrien stirbst du schnell, hier stirbst du langsam.” (Spiegel Online v. 11.04.15)

Weil die Unterkunft eigentlich geschlossen werden sollte, wurde kaum renoviert. Die Syrer haben deshalb einen offenen Brief an den Oberbürgermeister verfasst: “Bitte, töten Sie nicht unsere Hoffnungen. Versuchen Sie, Wohnungen für uns innerhalb Leipzigs oder nicht weit davon entfernt zu finden. Wir wollen Deutsch lernen, arbeiten und aus diesem Gefängnis raus.” Rathausmitarbeiter hätten sich darauf bei ihnen umgeschaut. Eine Antwort vom OB sei aber nie gekommen.

Asylpolitik – Ab vom Kurs (Süddeutsche.de v. 12.04 ...

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