Verjährung bei Schadensersatz im Mietrecht

Wer als Rechtsanwalt die kurze Verjährungsfrist bei Ansprüchen wegen Schadensersatz im Mietrecht nicht kennt oder übersieht, tappt schnell in eine berüchtigte Haftungsfalle des BGB.

Kurze Verjährung im Mietrecht

Man spricht von der kurzen Verjährung im Mietrecht, weil Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache gem. § 548 Abs. 1 BGB in sechs Monaten verjähren, beginnend mit dem Zeitpunkt, in dem der Vermieter die Mietsache zurückerhält. Da schon unzählige höchstrichterliche Entscheidungen rund um diese kurze Verjährungsfrist im Zusammenhang mit Schadensersatzansprüchen ergangen sind, ist es schon erstaunlich, dass immer wieder neue Entscheidungen hinzukommen.

Klage wegen Schadensersatz i.S. Kistlerhofstr. 88, München

Nach der vollständigen Räumung der Mietsache in der Kistlerhofstr. 88 in München-Obersendlung haben die Eigentümer am 07.04.2014 eine Schadensersatzklage gegen meine Mandantin erhoben. Es wurden diverse Schadensersatzansprüche geltend gemacht, u.a. wegen nicht durchgeführter Schönheitsreparaturen und wegen eines Mietausfalls für 3 Monate. Im Rahmen der Klageerwiderung habe ich zunächst vorgetragen, dass die geltend gemachten Schadensersatzansprüche mangels wirksamer Anspruchsgrundlage und im Übrigen mangels der notwendigen Tatbestandsvorstandsvoraussetzungen zum größten Teil nicht bestehen. Hilfsweise habe ich wegen der Schadensersatzansprüche die Einrede der Verjährung erhoben, da die Mietsache bereits am 23.07.2012 an die Eigentümer zurückgegeben wurde ...

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