Pro und Contra Mittelstandsanleihe

Seit Gründung der ersten Plattform für Mittelstandsanleihen an der Börse Stuttgart im Jahre 2010 wurden dort und an den dann folgenden Handelsplätzen Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg bis heute insgesamt 122 Anleihen begeben, von denen momentan noch 56 gelistet sind. Markt zwischen Euphorie und Ernüchterung Im Februar 2015 wurde das Orderbuch der jüngsten Emission der NZWL-Gruppe nach Vollplatzierung bereits nach wenigen Stunden geschlossen. Andererseits überschlugen sich in letzter Zeit die Negativmeldungen, welche nicht mehr nur aus dem Bereich der erneuerbaren Energien stammen, sondern inzwischen Branchenübergreifend zu finden sind. Ganz aktuell ist in diesem Zusammenhang die Anleihe des Elektro-Großhändlers Penell zu nennen, bei dem die Entwicklung offenbar nicht nur durch unternehmerische Fehlentscheidungen beeinflusst wurde. Nachfolgend sollen Vor- und Nachteile der Emission einer Mittelstandsanleihe aufgezeigt werden. Kostenschere zwischen Anleihe und Bankkredit Die Wahl eines Finanzierungsinstruments richtet sich hauptsächlich nach den Kosten, der Flexibilität hinsichtlich Beratungsbedarf, Mindestvolumen und Refinanzierung sowie der Stellung von Sicherheiten, den Einschränkungen bei der Mittelverwendung und dem Grad der Abhängigkeit vom Kapitalgeber. Wenn der Bankkredit hinsichtlich Zinsaufwand und Flexibilität zu bevorzugen ist, so bietet die Anleihe doch den klaren Vorteil der geringeren Abhängigkeit. Konkret können die Gründe für die Wahl dieser Finanzierungsform mannigfaltig sein. So nutzt die bereits erwähnte NZWL-Gruppe den Emissionserlös unter anderem für den Eintritt in neue Märkte und finanziert damit die Erweiterung ihres im Oktober fertiggestellten Produktionsstandortes in China. Aber auch Diversifikationen oder die Umstrukturierung der Fremdkapitalseite können durch eine Mittelstandsanleihe umgesetzt werden ...Zum vollständigen Artikel


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