Rezension Zivilrecht: Unfallrekonstruktion im Verkehrsprozess

von Dr. Benjamin Krenberger

Burmann / Schmedding: Unfallrekonstruktion im Verkehrsprozess, 2. Auflage, Anwaltverlag 2015


Von RA, FA für Verkehrsrecht Sebastian Gutt, Helmstedt



Kaum ein Rechtsgebiet weist so viele Schnittstellen zu technischen Fragen auf wie das Verkehrsrecht. Das Gericht wird bei der Frage, wie der Verkehrsunfall sich ereignet hat, wer möglicherweise wie schnell gefahren ist und wie der Anstoßwinkel war, kaum die erforderliche Sachkunde haben und sich regelmäßig der Hilfe eines Sachverständigen bedienen. Aber auch im Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht (z.B. zur Klärung der ordnungsgemäßen Messung) oder im Verkehrsstrafrecht (z.B. zur Frage der Wahrnehmbarkeit des Zusammenstoßes für einen des unerlaubten Entfernen vom Unfallort Beschuldigten) werden häufig Sachverständige mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.


Für den Juristen bedeutet dies, dass er ein gewisses Grundverständnis haben sollte (lies: muss), um den Ausführungen des Sachverständigen folgen zu können, bestenfalls sogar Fehler aufdecken zu können. Hier knüpft das vorliegende Werk an. Das Buch soll einerseits eine Hilfestellung geben, die Vorgehensweise der Verkehrssachverständigen erläutern und andererseits deren Ergebnisse kritisch zu überprüfen. Es richtet sich klar an Juristen, vornehmlich, aber nicht nur, an Rechtsanwälte.


Das Werk umfasst gut 280 Seiten und insgesamt 12 Kapitel. Die ersten 10 Kapitel werden von Sachverständigen bearbeitet, während der Herausgaber Burmann in zwei Kapiteln die juristischen Grundlagen Sachverständigenbeweises im Zivil- und Strafrecht darstellt und erläutert ...

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