Negativeintrag in der SCHUFA – Druckmittel Mahnschreiben und Inkasso

Immer wieder versuchen Unternehmen, offene Forderungen durch Drohung mit einem SCHUFA-Eintrag in Mahnschreiben durchzusetzen. In letzter Zeit wurde wiederholt höchstgerichtlich festgestellt, dass eine solche Drohung rechtswidrig sein kann und daher auch nicht zur Lancierung eines SCHUFA-Eintrags führen darf. Der Betroffene sollte sich daher nicht veranlasst fühlen, aus Angst vor einen SCHUFA-Eintrag auf eine nicht bestehende Forderung Zahlung zu leisten.

Was ist ein Negativeintrag?

Die SCHUFA Holding AG ist eine Auskunftei und speichert in dieser Funktion Informationen über die Kreditwürdigkeit eines Einzelnen. Dabei registriert die SCHUFA auch Meldungen ihrer Vertragspartner – meist Kreditinstitute, Mobilfunkanbieter oder der Online-Versandhandel – darüber, ob der Betroffene seine vertragliche Forderung bei Fälligkeit nicht begleicht oder mit einer Ratenzahlung in Verzug ist. Bei einer solchen Eintragung handelt es sich um einen Negativeintrag.

Welche Auswirkung hat ein Negativeintrag?

Ist ein Negativeintrag vorhanden, erfährt dies der Vertragspartner durch die Einholung einer Bonitätsauskunft.

Ein Negativeintrag ist damit zumeist Ausschlusskriterium, wenn es um den Abschluss eines Vertrages geht. Demnach sind die Folgen für den Einzelnen weitreichend – mit einem SCHUFA Eintrag schwindet die Möglichkeit, Konten zu eröffnen, Kredite zu erhalten oder eine Wohnung anmieten zu können.

Darf die SCHUFA Daten über mich speichern?

Die Übermittlung und Speicherung solcher Daten ist eine Datenverarbeitung nach § 3 Abs. 4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Demnach muss sich die SCHUFA exakt an die gesetzlichen Vorgaben des BDSG halten.

Nach dem BDSG dürfen Daten aber nur dann gespeichert werden, wenn ein gesetzlicher Rechtfertigungsgrund vorliegt oder der Betroffene zuvor eingewilligt hat (§ 4 Abs. 1 BDSG). In § 28a BDSG ist ein Fünferkatalog normiert, der abschließend regelt, wann ein Eintrag erfolgen darf ...

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