Schenkungsteuer bei Anteilserwerb: Was der Beschenkte mehr hat, muss der Schenker weniger haben

© BBH

Einen neuen Gesell­schaf­ter per Kapi­tal­er­hö­hung am Unter­neh­men zu betei­li­gen, kann Schen­kung­steuer kos­ten, wenn der Neue für sei­nen Anteil weni­ger ein­ge­bracht hat, als der Anteil wert war. Aber das setzt vor­aus, dass die Alt-Gesellschafter ihrer­seits hin­ter­her weni­ger haben als vor­her – denn sonst war es keine Schen­kung. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) in einem unlängst ver­öf­fent­lich­ten Urteil (Urt. v. 27.8.2014, Az. II R 43/12) klar gestellt.

In dem ent­schie­de­nen Fall ging es um eine GmbH, die je zur Hälfte zwei ande­ren GmbHs gehörte. Um die not­wen­dige Inves­ti­tio­nen finan­zie­ren und ihr Über­le­ben sichern zu kön­nen, wurde 1998 ihr bis­he­ri­ges Stamm­ka­pi­tal von 15 Mio. DM um 22,5 Mio. DM erhöht. Wegen des zu hohen Risi­kos über­nah­men aber nicht die bis­he­ri­gen Gesell­schaf­ter, son­dern eine wei­tere GmbH die neuen Geschäfts­an­teile. Diese zahlte neben der Stamm­ein­lage von 22,5 Mio. DM noch ein Auf­geld von 7,5 Mio. DM, somit ins­ge­samt 30 Mio. DM in das Gesell­schafts­ver­mö­gen ein.

Das Finanz­amt unter­suchte den Sach­ver­halt unter schen­kungs­steu­er­li­chen Gesichts­punk­ten und bewer­tete den neuen Geschäfts­an­teil nach dem sog ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK