Kommentar: Regionalstromvermarktung statt Kapazitätsmärkte

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

In umfangreichen Aktivitäten treibt die Bundesregierung ein neues Strommarktdesign voran. Alles dreht sich aus ihrer Sicht um das Geschehen an der Strombörse. Direktvermarktung an der Börse, Kapazitätsmärkte oder Energy Only Markt sind die zentralen Diskussionspunkte – sie alle berücksichtigen nur die Geschäftsmodelle großer Energieunternehmen und nicht die der kleinen regionalen Akteure.

Dabei wird der dezentrale Charakter der Erneuerbaren Energien ganz andere Strukturen schaffen und benötigen. Eigenerzeugung, Eigenverbrauch, Direktvermarktung an lokale Kunden ohne Strombörse, genossenschaftliche Erzeugung und -vermarktung waren die Triebfedern hinter dem großen Erfolg des Ökostromausbaus der letzten Jahre. Unterstützt wurde dies vom sog. Ökostromprivileg, welches mit der EEG-Novelle 2014 ersatzlos abgeschafft wurde. Für die dringend erforderliche Wiederbelebung des Ökostromhandels sind jedoch keine Aktivitäten in der Bundesregierung erkennbar.

Dabei hatte der Bundestag in der EEG-Novelle 2014 der Bundesregierung eine Verordnungsermächtigung für die Regionalstromvermarktung erteilt ...

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