Hostess auf Promi-Party willigt in Bildveröffentlichung ein

von Dr. Markus Wekwerth

Streitigkeiten um Bildveröffentlichungen gehen in der Regel von Prominenten aus, die sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt sehen. Einen etwas anderen Fall hatte der BGH zu entscheiden: hier hat sich eine auf einer Promi-Party eingesetzte Hostess gegen die Veröffentlichung eines Lichtbilds im Internet zur Wehr gesetzt, auf dem sie bei ihrer Tätigkeit zu sehen ist. Die Dame sieht dadurch ihr Recht am eigenen Bild verletzt.

Fer Gregory/Shutterstock.com

Die Hostess war von einer Promotion-Agentur damit beauftragt worden, den Gästen auf einer teils von Prominenten besuchten Party Zigaretten einer bestimmten Marke anzubieten. Das zuvor ausgehändigte Informationsmaterial hat u.a. Verhaltensanweisungen im Falle der Anfertigung von Bild- und Filmaufnahmen enthalten. Schließlich wurde die Hostess auf der Veranstaltung dabei fotografiert, wie sie einem (nicht prominenten) Gast Zigaretten angeboten hat. Das Lichtbild wurde auf einer Internetseite veröffentlicht, wogegen die Dame vorgegangen ist. Sie macht geltend, die Veröffentlichung verletze ihr Recht am eigenen Bild und sei daher rechtswidrig erfolgt.

Die Entscheidung des Gerichts

Der BGH hat hierzu mit Urteil vom 11.11.2014 (VI ZR 9/14) entschieden, dass die Veröffentlichung des Fotos rechtmäßig war und nicht das Recht am eigenen Bild der Hostess verletzt. Anders als die Vorinstanz lässt das Gericht allerdings offen, ob es sich um die Berichterstattung über ein zeitgeschichtliches Ereignis gehandelt hat ...

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