Google muss Profilbildung datenschutzfreundlicher gestalten

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hatte Ende September letzten Jahres eine Verwaltungsanordnung gegenüber Google erlassen, welche den Konzern zur Beseitigung von mehreren Rechtsverstößen aufforderte. Google legte gegenüber der Anordnung einen Widerspruch ein. Die Prüfung der vorgebrachten Argumente ist nun von der Behörde abgeschlossen worden.

Vorwurf der Profilbildung bleibt bestehen

Zwar waren einige der vorgebrachten Einwände berechtigt und führten deshalb zu einer Anpassung der Anordnung, dennoch wurde der Widerspruch des Konzerns in der Hauptsache abgelehnt. Der Vorwurf einer undurchsichtigen und unrechtmäßigen Profilbildung konnte nicht entkräftet werden. Diese beruht auf Änderung an den Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen von Google am 1. März 2012. Die damals vorgenommenen Modifikationen erlauben es dem Konzern die Daten aus allen unterschiedlichen Google Dienste zu sammeln, miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Eine solch umfassende Befugnis ermöglicht eine sehr detaillierte Profilbildung der Nutzer durch:

  • Detaillierte Bewegungsmuster aufgrund von Standortdaten.
  • Kenntnisse von Interessen und Vorlieben durch Auswertung der Google-Suchmaschinenanfragen.
  • Ableitung von Freundschaftsbeziehungen, der sexuelle Orientierung sowie des Beziehungsstatus aus dem sozialen Netzwerk

In der ursprünglichen Verwaltungsanordnung wurde hauptsächlich kritisiert, dass für eine solche umfangreiche Profilbildung keine deutsche und auch keine europäische Rechtsgrundlage exisitiert. Für das Zusammenführen der Daten ist daher eine wirksame, das heißt ausdrückliche und informierte Einwilligung des Nutzers erforderlich ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK