Die dunkle Seite der Gynäkologie – Prozess gegen früheren Bamberger Chefarzt beginnt heute

von Rainer Pohlen

Dass Frauenärzte manchen Verlockungen ausgesetzt sind und einige von ihnen immer wieder mal die Grenzen des medizinisch Notwendigen und rechtlich Erlaubten übertreten, ist eine Tatsache, mit wir Strafverteidiger ab und an konfrontiert werden. Über die berufstypischen Risiken habe ich im strafblog schon mehrfach berichtet.

Erst vor wenigen Wochen hat der Bundesgerichtshof die Verurteilung eines Gynäkologen bestätigt, der vom Landgericht Frankenthal unter anderem wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs zahlreicher Patientinnen sowie wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten sowie zu einem 4-jährigen Berufsverbot verdonnert worden war. Der Mann hatte den Intimbereich von mehr als 1400 Patientinnen während der gynäkologischen Untersuchung heimlich fotografiert und in einigen Fällen auch gefilmt und mehr als 30.000 Dateien mit den Aufnahmen auf seinem Computer und anderen Datenträgern katalogisiert.

In diesen Minuten beginnt vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen einen ehemaligen Chefarzt des Bamberger Klinikums ...

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