Datenschutz und Werbung – Teil 2

von Jan Thode

In unserem Beitrag „Datenschutz und Werbung – was ist zu beachten?“ haben wir begonnen zu erklären, auf was bei der Werbung zu achten ist, um individuelle Kundenansprache und Datenschutzrecht in Einklang zu bringen. In unserem zweiten Teil betrachten wir weitere Werbemöglichkeiten.

Reaktivierungs-E-Mails

Online-Shops versenden an Kunden, die länger nicht bestellt haben, mitunter E-Mails zur Reaktivierung. Solche Nachrichten sind Werbung und bedürfen daher der Einwilligung des Adressaten.

Sollen Kaufabbrecher per E-Mail daran erinnert werden, begonnene Bestellvorgänge abzuschließen, sind auch solche E-Mails als Werbung anzusehen und nur mit Einwilligung des Adressaten erlaubt. Zusätzlich bedarf es einer Einwilligung in die Datennutzung zu Werbezwecken und das Tracking des Nutzerverhaltens beim Bestellvorgang.

Stand-Alone-Newsletter

Unternehmen können potenziellen Kunden Werbung per E-Mail zukommen lassen, ohne selbst über eine entsprechende Einwilligung zu verfügen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Einwilligung in Werbung gegenüber einem anderen Unternehmen erteilt wurde und diese nicht auf Produkte des Versenders beschränkt ist (so genannte Stand-Alone-Newsletter).

Bei dieser Form der Werbe-E-Mails muss als Absender dasjenige Unternehmen erscheinen, gegenüber dem die Werbeeinwilligung erteilt wurde. Aus der Kopf- oder der Fußzeile muss hervorgehen, wer Versender des Newsletters ist. Erkennbar muss aber auch sein, dass nicht für den Versender, sondern für ein drittes Unternehmen geworben wird.

Telefonwerbung

Für Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern (B2C) ist gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG die vorherige ausdrückliche Einwilligung erforderlich.

Gegenüber Unternehmern (B2B) ist Telefonwerbung schon bei Vorliegen einer mutmaßlichen Einwilligung zulässig ...

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