Zum Tod aus der Wasserleitung – der BGH und Ansprüche wegen Legionellen

von Liz Collet

Legionellen beschäftigen wiederkehrend Medien, im Besonderen en passant jeweiliger Verdachtsfälle oder nachgewiesener Fälle von Legionellen-Kontaminationen.

Zu den häufigsten Fragen rund um Legionellen finden Sie HIER eine übersichtliche Zusammenstellung von Informationen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Inzwischen teils auch gerichtlich geltend gemachte Ansprüche im Zusammenhang mit Legionellen betreffen sowohl Mietminderungen, als auch Fragen der Kosten von Legionellenprüfungen als Teil der Betriebskosten, als auch Ansprüche nach Erkrankungen, die durch Legionellen hervorgerufen worden seien.

Ein solcher Rechtsfall beschäftigt auch den Bundesgerichtshof im folgenden Revisionsverfahren, in welchem eine Klägerin als Alleinerbin ihres während des Rechtsstreits verstorbenen Vaters Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 23.415,84 € nebst Zinsen beansprucht.

Dieser Fall ist in mehrfacher Hinsicht interessant:

  1. Sie werden darin eine erstaunliche “Logik” zu lesen finden, den das Landgericht Berlin an den Tag legte, um selbst nach einem gerichtlich eingeholtem Sachverständigengutachten und danach naheliegender Kausalität der Legionellen-Kontamination in der Wohnung des später verstorbenen Mieters für dessen Legionellenerkrankung noch eine Haftung der Vermieterin so kategorisch zu verneinen, dass man nicht einmal mehr die Frage der behaupteten Pflichtverletzung des Vermieterin durch entsprechende Tatsachenfeststellung nachzugehen erforderlich ansah ...
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