BR: Unternehmenssteuerreform III | Grundsatzentscheide des BR nach Auswertung Vernehmlassungsergebnis (Botschaft: Juni 2015)

von Philipp Kruse
Der Bundesrat (BR) hat das Vernehmlassungsergebnis zur Unternehmenssteuerreform III zur Kenntnis genommen und im Hinblick auf die Botschaft zuhanden des Parlaments seine Grundsatzentscheide zur Sache kommuniziert. Er beauftragt das Eidgenössische Finanz- departement (EFD), die Botschaft bis Juni 2015 auszuarbeiten, unter anderem mit den folgenden Eckwerten:

Die Abschaffung der kantonalen Steuerregimes für Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften steht ebenso ausser Frage wie die Anpassungen bei den Praxisregelungen zur speziellen Ausscheidung bei Prinzipalgesellschaften und die Aufhebung der Praxisregelungen zur Swiss Finance Branch.

Die Lizenzbox auf kantonaler Ebene bleibt ein wichtiges Element zur Kompensation der Steuerausfälle, wobei bzgl. Definition dieses Privilegs die jüngsten internationalen Entwicklungen noch berücksichtigt werden sollen (OECD/G20: 'Modified Nexus Approach for IP Regimes'). Zusätzlich sollen die Kantone auch die Möglichkeit erhalten, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen mittels eines erhöhten Abzugs zu berücksichtigen. Ausserdem soll das EFD prüfen, ob eine sogenannte Tonnage Tax einzuführen ist.

Aufgrund breiter Ablehnung will der Bundesrat darauf verzichten, private Kapitalgewinne (aus Wertschriftenverkauf) neu der Einkommenssteuer zu unterwerfen. Im Gegenzug soll der Steuerabzug für die Verzinsung von überdurchschnittlich hohem Eigenkapital (Notional Interest), welcher mit hohen Steuerausfällen verbunden gewesen wäre, ebenfalls nicht weiterverfolgt werden ...Zum vollständigen Artikel

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