Identitätsdieb wider Willen: Ich, der Täter

von Bernhard Freund

Identitätsdieb wider Willen: Ich, der Täter

Von Bernhard Freund | 3. April 2015 | Kategorie Allgemein, Datenschutz

In neue Rollen zu schlüpfen, erweitert bekanntlich den Horizont. Ganz unverhofft erhielt ich jetzt einen Einblick, wie sich Cyberkriminelle fühlen, die fremde Identitäten kapern. Ein Kurztrip, der mir wieder gezeigt hat, warum Datenschutz unentbehrlich ist – und wie stark die menschliche Neugier.

Alles begann, als ich letzten Monat nichtsahnend eine de-Domain registrierte. Da ich sie insbesondere für berufliche E-Mail nutzen wollte, richtete ich ein catch-all ein, kümmerte mich dann aber zunächst nicht weiter darum. Vor wenigen Tagen habe ich dann das Mail-Konto in meinem Outlook hinzugefügt – und staunte beim ersten Abruf nicht schlecht: Pizza.de stellte mir mehrfach Pizza und Chicken Wraps in Rechnung, an deren Verzehr ich mich leider nicht erinnern konnte. Eine frische E-Mail-Adresse und schon Spam? Ratlos ließen mich auch die weiteren Nachrichten zurück: Lauter mir völlig unbekannte Menschen wollten plötzlich meine XING-Kontakte werden; andere gratulierten mir – deutlich verspätet – zum Geburtstag. Und frecherweise ermahnte XING mich auch gleich, endlich den fälligen Premiumbeitrag zu zahlen – obwohl ich mich doch eben erst dafür registriert hatte…

Dann dämmerte es mir. Die Nachrichten waren gar nicht für mich, sondern für einen Namensvetter, der die Domain offenbar vor mir registriert hatte ...

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