Es geht auch offline: InTRAnet of Things

von Sven Venzke-Caprarese

Wie viel Privatsphäre wollen wir von uns preisgeben? Wie sehr vertrauen wir künftig den immer vernetzteren Geräten, die in unseren Alltag integriert werden? Ist es wirklich erforderlich, dass Rauchmelder über ein Backend in der Cloud gesteuert werden? Muss Spracherkennung immer in Rechenzentren stattfinden? Würden wir es akzeptieren, dass ein Ausfall der Internetverbindung dazu führt, dass wir das Licht im Haus nicht mehr steuern können?

Diese Frage stellen sich Hersteller von Hausautomatisierungslösungen immer häufiger, insbesondere wenn es darum geht, Systeme zu entwickeln, die einerseits technisch sicher und andererseits von Nutzern auch akzeptiert werden. Ziemlich sicher ist, dass das sog. „Internet of Things“ kommen wird. Nicht nur große Technologieanalysten weisen auf diesen Trend seit Jahren hin. Es erscheinen auch immer mehr Produkte und Lösungen auf dem Markt – etwa smarte Rauchmelder wie Nest Protect, steuerbare Lampen wie Philips Hue, vernetzte Personenwaagen wie die Withings WS-50 etc. Noch ist jedoch nicht klar, wie sich dieser Trend in der Zukunft konkret entwickeln wird.

Werden die einzelnen Dinge in Zukunft tatsächlich jeweils mit eigenen IP(v6)-Adressen ausgestattet und direkt vom Internet aus erreichbar sein? Oder passt der bisher gängige Begriff „Internet“ der Dinge eigentlich nicht wirklich, weil sich das Meiste gar nicht wirklich im Internet abspielen wird?

Tatsächlich sind viele vernetzte Dinge derzeit gar nicht direkt über das Internet zu erreichen, sondern kommunizieren vielmehr über Funkprotokolle wie etwa Bluetooth Low Energy, Z-Wave oder ZigBee mit entsprechenden lokalen Empfangsgeräten vor Ort – etwa der Hue Bridge. Erst diese lokal im Haushalt vorhandenen Empfangsgeräte haben eine Möglichkeit, eine Netzwerkverbindung per TCP/IP herzustellen und Signale bzw ...

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