Zur Mediation verpflichtet?

von Gerfried Braune

Nicht nur in Deutschland wird die zu geringe Anzahl an Mediationen bejammert. Nicht zuletzt in der Studie “Rebooting the mediation directive” für das EU-Parlament fordert ein verpflichtendes Mediations-Informationsgespräch mit der Möglichkeit, sich dann für oder gegen Mediation zu entscheiden, als Voraussetzung für ein gerichtlches Verfahren. Dies wird auch von den befragten Mediatorinnen und Mediatoren unterstützt.

Ob dies wirklich sinvoll ist, diskutiert ein Artikel von Constantin-Adi Gavrila auf dem Kluwer Mediation Blog unter dem Titel “Don’t rush“. Anhand der Erfahrungen einer verpflichtenden Mediation in Rumänien werden die Gefahren eines solchen Opt-Out Verfahrens dargestellt. Die Einführung eines verpflichtenden Mediations-Informationsgesprächs vor Einleitung eines Gerichtsverfahrens im Jahre 2013 hat zwar zunächst zu einem Boom in der Inanspruchnahme von Mediation geführt. Ein Fehler war, dass die Einführung in keiner Weise durch entsprechende Statistiken evaluiert wurde. Zudem sollte das Verfahren Kostenfrei sein. Es band aber Ressourcen bei den Mediatoren, die die Parteien zu dem Erstgespräch einladen mussten etc.. Das führte dazu, dass die Mediatoren dann doch für ihre Arbeit Kosten berechneten ...

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